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Welcher Wein zu welchem Essen? Ein guter Wein rundet ein Essen erst perfekt ab und gibt einem guten Essen erst das richtige Ambiente. Bislang war man meist der Meinung, ein heller Wein eigne sich zu hellem Fleisch, ein dunkler Wein zu dunklem Fleisch. Dies ist sicher nicht ganz unbegründet, doch eines ist sicher
"Erlaubt ist, was schmeckt"
Es liegt in Ihrem Ermessen, ob sich der Wein harmonisch zu den Speisen gesellen, oder einen Kontrast bilden soll.
Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf - es sind keine Grenzen gesetzt.
Weissweine Junge, frische, einfachere Weissweine (aus weissen Trauben) eignen sich nicht zur langen Lagerung. Oft werden diese Weine mit Mineralwasser als Schorle gereicht. Sie sollten stärker gekühlt serviert werden als aromareichere Weissweine. Diese einfachen Weine sind beinah beliebig mit jeglichen einfachen Speisen zu kombinieren. Frische, leichte, aromareiche Weissweine findet man in Deutschland besonders an Mosel und Rhein. Wer mehr Wert auf die Duftigkeit als auf Geschmacksfülle und Alkoholgehalt legt, trifft mit diesen Weinen die richtige Wahl. Diese Weine sollten nicht so stark gekühlt werden. Sie eignen sich auch als Aperitif und können ebenso zwischen den Mahlzeiten gereicht werden. Trockene Weissweine mit viel Körper und würzigem Charakter sind, trotz ihres starken Aromas, meist sehr mild und vor allem sehr gut bekömmlich. Leicht gekühlt serviert man sie vor allem zu hellen Fleischgerichten, zu Meeresfrüchten und Fisch, als auch zu Geflügel, Schnecken und Zwiebelsuppe. Liebliche Weissweine werden am besten zu leichten Desserts oder Obst getrunken. Diese Weine sollten sehr gut gekühlt gereicht werden.
Roséweine, Weissherbst und Rotling Roséweine (aus roten Trauben, deren Most sofort von der Beerenhaut getrennt wird, daher rosé- oder lachsfarben) kann man in zwei Kategorien einteilen, die leichten, meist etwas lieblicheren und die trockeneren, schwereren Roséweine. Sie eignen sich zu leichten Gerichten, Weine der schwereren Art auch zu Gerichten, die mit Knoblauch gewürzt und mit Öl zubereitet werden. Unter Weissherbst versteht man Roséwein, der zu mindestens 95 % aus einer einzigen Rotweinsorte bestehen darf und ein Qualitätswein b.A. oder Qualitätswein mit Prädikat sein muss. Weissherbst wird im Gegensatz zum Rosé sofort gekeltert, Rosé steht erst ca. 6-10 Stunden vor dem Keltern. Am bekanntesten ist wohl derzeit der Portugieser Weissherbst. Rosé und Weissherbst sollten gut gekühlt getrunken werden. Rotling entsteht durch Mischung von Weisswein- und Rotweintrauben oder deren Maische, die gemeinsam abgepresst werden müssen. Der Rotling hat eine Farbe wie Weissherbst oder Roséwein - blassrot bis hellrötlich.
Rotweine Unter Rotwein versteht man einen aus Rotweintrauben hergestellten Wein, der aus rotgekeltertem Most gewonnen wird. Der Farbstoff wird durch Maischegärung oder -erhitzung gewonnen. Leichte Rotweine sollten jung und leicht gekühlt getrunken werden und sollten nicht zur längeren Lagerung vorgesehen werden. Diese Rotweine eignen sich vermutlich am besten zu allen Speisen, von der Vorspeise bis zum Obst. Mittelschwere Rotweine bilden während der Reifezeit gelegentlich Bodensatz, d. h. sie müssen beim Servieren sehr sorgfältig behandelt werden. Zu Fleisch- und Wildgerichten und mildem Käse passen diese Weine vorzüglich. Rotweine sollten mit einer Temperatur zwischen 15° und 18° C ausgeschenkt werden. Schwere, gehaltvolle Rotweine, die meist unter den älteren Jahrgängen zu finden sind, harmonieren besonders mit abgehangenem Rind und Wild, als auch mit scharfem Käse. Rotweine sollten etwa eine Stunde vor dem Genuss geöffnet werden, eventuell décantiert werden - d.h. der Wein sollte mit Sauerstoff in Verbindung gebracht werden, damit er sich optimal entfalten kann - aber zu diesem Thema scheiden sich die Geister.
Zum Wohl und bon appétit!
Wie serviert man Wein? Das richtige Servieren von Wein ist eine Kunst für sich. Es ist wichtig, auf die angemessene Menge pro Person zu achten. Man sollte immer genug vorrätig haben, aber nie jemandem etwas aufdrängen. Um das Aroma des Weines nicht zu zerstören ist es erforderlich, auf die richtige Reihenfolge zu achten, z. B. sollte man einen herben Wein vor einem lieblichen Wein, einen Weisswein vor einem Rotwein, einen leichten vor einem schweren Wein, einen trockenen vor einem süßen Wein und einen jungen vor einem alten Wein servieren. Ebenso kann man mit dem passenden Weinglas den individuellen Charakter jedes Weines zusätzlich unterstreichen. Durch den schmal zulaufenden Glasrand wird das Aroma verstärkt. Das Glas sollte möglichst klar und ungeschliffen sein. Das Rotweinglas ist üblicherweise größer als das Weissweinglas was auch daran liegt, dass das Bouquet eines Rotweines stärker ist als bei einem Weisswein. Das Sortiment der Weingläser ist so breit gefächert, dass sich für jeden Anlass das passende Glas finden lässt. Neben der richtigen Glaswahl ist passende Tischdekoration zu wählen, um ein schönes Ambiente zu schaffen. Ebenso sollte man beim Servieren eines Weines auch auf die richtige Temperatur des Weines achten. Zur groben Orientierung - Weisswein wird immer gekühlt serviert und Rotwein in Zimmertemperatur. Vor dem Entkorken sollte der Wein durch eine kurze Erläuterung seiner Herkunft (Anbaugebiet, Lage, Rebsorte, Jahrgang, Geschmacksrichtung, Qualitätsstufe, Abfüller) angekündigt werden. Beim Entkorken sollte, nach dem Entfernen der Kapsel, der Flaschenhals kurz abgewischt werden, bevor man den Korkenzieher in der Mitte des Korkens ansetzt. Vor dem endgültigen Einschenken ist eine Geruchsprobe am Korken zu empfehlen. Ebenso ist es vor dem Einschenken ratsam, den Flaschenhals erneut zu säubern, damit keine Ablagerungen oder Korkenkrümel ins Glas gelangen. Das Einschenken des Weines erfolgt von rechts, der Flaschenhals soll das Glas nicht berühren. Ferner sollte aber auch darauf geachtet werden, dass der Wein am Glasrand einlaufen soll und nicht in die Mitte des Glases gegossen wird.
Welche Klassifikationen gibt es in Deutschland?
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Die Klassifikation der deutschen Weine
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Die wichtigste der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben auf dem Etikett ist die Güteklasse des Weines. In Deutschland wird wesentlich stärker als in anderen Ländern differenziert.
Man unterscheidet folgende Güteklassen und Qualitätsstufen:
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Deutscher Tafelwein Muss ausschließlich aus deutschem Lesegut stammen. Es gelten gesetzliche Bestimmungen hinsichtlich Mindestalkoholgehalt (5%Vol., bzw. 6%Vol. in Baden), Gesamtalkoholgehalt (Minimum 8,5%, Maximum 15%Vol.) und Gesamtsäure (Minimum 4,5g/l). Deutscher Landwein Ist eine gehobene Stufe des Tafelweins. Auf dem Etikett muss die Landschaft, aus der die Trauben stammen, angegeben sein. Deutscher Landwein ist stets trocken oder halbtrocken. Der Mindestalkoholgehalt muss mindestens um 0,5%Vol. höher liegen als beim Tafelwein. Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (Q.b.A) Sie stammen zu jeweils 100% aus einem der 13 Anbaugebiete. Hier sind Mindestmostgewicht (je nach Anbaugebiet zwischen 50 und 72 º Oechsle) und untere Grenze Alkoholgehalt gesetzlich vorgeschrieben. Eine Anreicherung mit Zucker ist wie beim Tafelwein erlaubt. Qualitätsweine mit Prädikat Für diese Weine gelten die höchsten Anforderungen hinsichtlich Sortenart, Reife, Harmonie und Eleganz. Diese Weine dürfen nicht angereichert werden. Je nach Reifegrad und zusätzlichen Bedingungen werden Prädikatsweine mit einem der sechs folgenden Prädikate ausgezeichnet:
- Kabinett
leichtere, feine Weine mit geringerem Alkoholgehalt
- Spätlese
elegante, reife, feinfruchtige Weine, die frühestens 7 Tage nach Beginn der allgemeinen Weinlese geerntet werden.
- Auslese
edle Weine aus vollreifen Trauben, wobei unreife Beeren ausgesondert werden.
- Beerenauslese
vollfruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren, die meist über Jahrzehnte lagerfähig sind. Nicht jeder Jahrgang bringt diese Weine hervor.
- Trockenbeerenauslese
aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren, süß und honigartig - diese Weine können als Krönung der Weinerzeugung bezeichnet werden. Auch diese Weine sind generell über viele Jahrzehnte lagerfähig und bei weitem nicht jeder Jahrgang bringt sie hervor.
- Eiswein
entsteht aus Trauben, die bei mindestens -7°C gelesen und gefroren gekeltert werden müssen, sodass hier nur Fruchtkonzentrat ausgepresst wird.
Geschmacksrichtungen nach dem deutschen Weinrecht Nach dem deutschen Weinrecht werden vier Geschmacksrichtungen unterschieden, die den Süßegrad des Weines ausdrücken:
Trockene Weine ist die Bezeichnung für Weine, die fast ganz oder völlig durchgegoren sind, das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4 Gramm im Liter. Laut Gesetzgebung ist ein Restzuckergehalt bis 9 Gramm erlaubt, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2 g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt. Die landläufige Meinung, trocken sei gleichbedeutend mit sauer, ist nicht richtig; ein trockener Wein enthält nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher.
Classic Weine Der Jahrgang 2000 darf erstmals mit den Begriffen "Classic" bezeichnet werden. Der Begriff "Classic" steht für einen Wein aus einer klassischen, gebietstypischen Rebsorte, der einem gehobenen Qualitätsanspruch entspricht, gehaltvoll, kräftig, aromatisch und trocken schmeckt. Das Mindestmostgewicht liegt 1% Vol. über dem Mindestmostgewicht der jeweiligen Rebsorte, der Gesamtalkoholgehalt bei mindestens 12,0% Vol. (eine Ausnahme bilden Mosel-Saar-Ruwer Weine mit mindestens 11,5% Vol.). Der Restzucker darf maximal 15 g/l betragen. Den in der Werbung proklamierte Anspruch "Classic - hat Klasse, schmeckt klasse" soll der Weinfreund in jeder "Classic"-Weinflasche wiederfinden.
Halbtrockene Weine Dürfen bis 12 Gramm Restzucker je Liter haben, respektive bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt.
Liebliche Weine Haben einen höheren Restzuckergehalt als halbtrocken - der Wert darf aber höchstens 45 g/l erreichen.
Die Angabe süß ist ab 45 g/l zulässig.
Kristalle im Wein Die Kristalle im Wein - der sogenannte Weinstein, haben keinen Einfluss auf die Qualität eines Weines - sie sind kein Zeichen mangelnder Qualität - ganz im Gegenteil, noch sind diese Kristalle schädlich. Diese "edlen Steine" des Weines findet man bereits teilweise in jungen Weinen. Sie sind ein Zeichen für einen hohen Gehalt an Mineralien. Bei älteren, wertvollen Weinen, also bei Auslesen, Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen findet man sie jedoch am häufigsten. Bei diesen Weinen fallen die Kristalle am Korkspiegel oder an der Flaschenwand aus und sind ein Zeichen langer Lagerung. In Fachkreisen spricht man vom "Altersweinstein", den man an den etwas größeren Kristallen erkennt, die sich erst im Laufe von Jahren bilden.
MULTITALENT TRAUBE: Es ist nicht alles Essig ...... - Edle Brände, Destillate und mehr...... Trauben sind ein wahres Multitalent. Es gibt kaum eine Frucht, die in so vielfältigen Variationen auf den Markt gebracht wird - in flüssig Form als Wein, Sekt und Saft, oder in fester Form als Tafeltraube, Rosine und Sultanine oder gar Gelee - der Verwendungsmöglichkeit der roten und weißen Traubensorten sind beinahe keine Grenzen gesetzt. Dieses Multitalent nutzen viele Winzer und bieten die Trauben in vielen veredelten Varianten an, wie z.B.:
Tresterbrand Tresterbrand wird durch die Destillation der Weintrester (die nach der Kelterung verbleibenden Rückstände wie Schalen, Traubenkernen, geringe Mengen an Fruchtfleisch, geringe Mengen an Traubenmost und Wein sowie Heferückstände und manchmal auch Traubenstiele) gewonnen. Die Qualität des Destillates hängt im höchsten Maße von der Qualität des Tresters ab, aber auch von der anschließenden Lagerung z.B. im Eichefass.
Hefebrand Beim ersten Abstich der vergorenen Weine wird der Wein von der Hefe getrennt. Die verbleibende Hefe wird destilliert und man erhält ein dem Trester ähnliches Produkt mit einem ausgeprägten Hefeton.
Traubenbrand Beim Traubenbrand handelt es sich um einen Obstler. Das Destillat wird aus der vollen Frucht oder aus Maische gewonnen, ohne Zusatz von zuckerhaltigen Stoffen, Zucker oder Alkohol. Der Mindest-Alkoholgehalt im Endprodukt ist 38 % Volumen.
Weinessig Weinessig entsteht aus Wein, durch erneute Gärung zu Essig - ausgelöst durch Zugabe von speziellen Essigsäure bildende Bakterien. Danach wird der Essig in einem Holzfass gelagert, wo er oxidiert und Farbe gewinnt. Je nach Qualität des Endproduktes lagert der Essig danach noch bis zu einem Jahr im Fass. Der fertige Essig hat im allgemeinen sechs Prozent Essigsäure. In der modernen Küche und bei Weinliebhabern hat sich dieser Weinessig als nicht mehr wegzudenkendes "i-Tüpfelchen" kulinarischer Genüsse entpuppt.
Traubenkernöl Traubenkernöl ist ein aus den getrockneten Kernen der Weintraube extrahiertes Speiseöl mit einer goldgelben bis oliv-grünen Farbe und von süsslich-bitterem Geschmack. Das Öl hat einen hohen Linolsäuregehalt und wird deswegen sehr geschätzt.
Wo wächst deutscher Wein?
Geschmack und Qualität Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Wein schmeckt! Ein aufwendiges System ist notwendig, um Qualität zu sichern, um dem Weinliebhaber Weine zu präsentieren, die gut schmecken. Dies beginnt im Herbst mit der Entscheidung über den Lesezeitpunkt, danach über die Einstufung des Weines - Mostgewichte spielen hier eine gravierende Rolle. Dann die Verkostung der Weine durch eine unabhängige Kommission, bevor eine Verkaufsfreigabe erfolgt. Der deutsche Wein unterscheidet sich von Weinen anderer Ländern durch seine leichte Art, seine Spritzigkeit und seine Fruchtigkeit. Diese Eigenschaften sind auf die besonderen Klima- und Bodenverhältnisse in Deutschland zurückzuführen. Die deutschen Weinanbaugebiete liegen - außer Sachsen und Saale-Unstrut im Osten - konzentriert im Südwesten und Süden Deutschlands. Diese deutschen Wein-Anbaugebiete gehören zu den nördlichsten Anbaugebieten der Welt und befinden sich damit im Grenzbereich zwischen dem feuchtwarmen Golfstromklima im Westen und dem trockenen Kontinentalklima im Osten. Die lange Vegetationszeit und die geringe Sommerhitze machen die Weine filigran und nicht zu alkoholreich. Die unterschiedlichen Bodenarten der einzelnen Wein-Anbaugebiete und die verschiedenen Rebsorten unterstützen die Vielfältigkeit deutscher Weine. Mit den beiden relativ neuen Weinanbaugebieten im Osten Deutschlands Sachsen und Saale-Unstrut, stehen nun 13 deutsche Anbaugebiete die große Vielfalt deutscher Weine.
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